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as europaweit gespielte Stück »Olek schoss einen Bären« von Wim Henderickx aus dem Jahr 2007 erfreut sich gerade bei Kindern und Jugendlichen großer Beliebtheit. Es erzählt von dem jungen Olek, der zwischen Abendessen und Schlafengehen durch den Wald streift und allen hilft, die seiner Unterstützung bedürfen, darunter auch zwölf Mädchen, deren Männer vom Teufel versteinert worden sind. Um sie zu befreien, fordert Olek den Höllenfürst zum Duell und kann diesen besiegen — mit Hilfe eines feuerroten Vogels, dem er zuvor geholfen hatte, immer mit seinem Lebensmotto auf den Lippen: »Hier ist Olek. Ich tue, was ich kann.«
Die Geschichte des Werkes ist sowohl in der Spiellänge als auch im sprachlichen und erzählerischen Niveau auf Kinder zugeschnitten und appelliert an die Hilfsbereitschaft jedes Zuhörers. Die musikalische Umsetzung der Figuren und der verschiedenen Stimmungen ist für Kinder leicht verständlich und beweist, wie gut Musik Emotionen und Inhalte transportieren kann. Und wie überraschend ist es, dass dies nicht nur dem Prokowjew’schen Peter und seinem Wolf gelingt, sondern auch und erst recht der oft gescholtenen Neuen Musik, die hier mit Witz und Gefühl daherkommt!
Unser auf die einzelnen Schulen angepasste, musikpädagogische Konzepte helfen den Schülern, klassische und moderne Musik, Konzertsituation und Musiktheater selbst zu entdecken. Das in Griffweite, live musizierende Ensemble vor Ort in der Schule macht dieses Konzert nicht zu einem schalen »Event«, sondern einem hautnahen, prägenden Ereignis und bietet eine willkommene Abwechslung zu dem meist intellektuell durchdrungenen Schulalltag — erfahrungsgemäß erzählen gerade die jungen Schüler noch lange von dem unverkrampften Konzert »unterm Basketballkorb«.
Musikalische Leitung: Phillip Barczewski . Inszenierung: David Ortmann . Darsteller: Franz Werfel
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ehrlinge treffen auf Altmeister: Getreu diesem Motto widmet sich das sinfoniumweimar dem »Musikalischen Opfer« (BWV 1079) von Johann Sebastian Bach. Das barocke Werk wird in der Vermittlungsreihe vorsichtdominante! zum Knotenpunkt von vier zeitgenössischen Bearbeitungen, von denen drei im Auftrag unseres Kammerorchesters entstehen — junge ambitionierte Kompositionsstudenten aus Leipzig, Weimar und Lübeck konnten hierfür begeistert werden. Auch der erfahrene Komponist Prof. Thomas Buchholz aus Halle (Saale) wird seine Bearbeitung »Ricercar und Choral« aus dem Jahr 2000 Schülern vorstellen und ihnen darüber hinaus den Arbeitsprozess des Komponierens näherbringen.
Das Besondere: Neue Musik wird nicht in den Tiefen des Konzertsaales gespielt, sondern von jungen Musikern in der Schule. Und die Komponisten stellen sich vor Ort den Fragen ihres Publikums, auch den unbequemen: Warum klingt das so, wie es klingt, und warum klingt Bach ganz anders? Jugendliche verschiedenen Alters erhalten durch die Vermittlungskonzerte die Möglichkeit, sich mit Neuer Musik aktiv, lebendig und anschaulich auseinanderzusetzen.
Die öffentliche Präsentation der Stücke, kombiniert mit erarbeiteten Werkeinführungen der Schüler, soll dabei den Höhepunkt mehrerer Projekttage bilden. Während des mehrtägigen Aufenthalts der sieben Musiker und vier Komponisten an den Schulen steht neben dem mehrmaligen Hören der Werke die Diskussion über sie und mit ihren Verfassern im Mittelpunkt. Auf diese Weise können sich die Schüler dieser Musik in einer Weise nähern, die im alltäglichen Schulleben kaum möglich ist. Das Erleben unerhörter Klangwelten soll zu einem unvergesslichen Erlebnis werden, das den Schülern Gedanken zu vergangenen und zeitgenössischen Musikwelten vermittelt.